Mi. Feb 8th, 2023
Mädchen mit einem schönen Hund in einem Park auf grünem Gras

Das Leben mit einem Hund stellt die Halterin oder den Halter immer wieder vor neue Herausforderungen. Dies gilt umso mehr, wenn man in einer Großstadt wie Essen lebt. Der Besuch einer Hundeschule kann hier helfen, Mensch und Tier besser aneinander zu gewöhnen und das gemeinsame Leben zu erleichtern.


Sozialpartner unterschiedlicher Art

Deutscher Schäferhund Welpe hört auf KommandosGerade wenn es um den ersten Hund geht, stellen sich für Halterinnen und Halter zahlreiche Fragen. Dies betrifft sowohl praktische Aspekte der Versorgung des Tieres als auch die richtige Deutung von Mimik und Körperhaltung des Hundes. Es geht darum, den Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden ohne darüber dabei die eigenen vernachlässigen zu müssen. Schon ein ausreichender Auslauf kann im urbanen Bereich schnell zum Problem werden. Für mich als Hundetrainer Essen kommt es deshalb zunächst vor allem darauf an, mir ein genaues Bild von Mensch und Tier zu machen.

Die ersten gemeinsamen Schritte sind die wichtigsten

Entscheidend ist vor allem, mit dem Hundetraining möglichst früh zu beginnen. Haben sich erst einmal Rituale eingeschlichen, die in eine falsche Richtung geführt haben, ist es meist sehr schwer, diese nachträglich zu korrigieren. Deutlich einfacher gestaltet sich das Miteinander von Hund und Mensch, wenn die Beziehung von Anfang an auf klaren Regeln aufgebaut ist. Hunde brauchen hier einen deutlich klarer abgesteckten Rahmen als die meisten anderen Haustiere. Dies liegt daran, dass sich Hunde deutlich stärker auf den Menschen als Sozialpartner einlassen, als dies bei anderen Tierarten der Fall ist. Entsprechend wichtig ist eine klare Rollenverteilung. Die Verantwortung muss dabei immer beim Menschen bleiben, da der Hund sie nicht übernehmen kann.

Das richtige Maß an Druck

Die Klärung der Rollen und das Einspielen des täglichen Miteinanders ist ein längerer Prozess. Dieser gestaltet sich in der Regel deutlich einfacher, wenn er von außen begleitet wird. Dies gilt für das Rufen des Hundes genauso wie für eine gute Leinenführigkeit oder das Einhalten von Anweisungen durch den Hund. Auch dieser hat (hoffentlich!) seinen eigenen Kopf und stellt manche Dinge immer wieder infrage. Dann ist es wichtig, dem Hund einerseits einen klaren Rahmen zu geben und andererseits dabei ihm gegenüber nicht ungerecht zu werden.

Es muss richtige Maß an Druck gefunden werden, das den Verstand des Hundes klar anspricht, ohne das die emotionale Verbundenheit mit dem Tier darunter leidet.

Je besser dies gelingt, desto mehr Freiheiten kann der Hund innerhalb dieses klaren Rahmens erhalten. In einem solchen Miteinander fühlen sich Hund und Halter auf Dauer beide am wohlsten. Deshalb liegt genau hierin der zentrale Ansatz eines Hundetrainings, das Herz und Verstand bei beiden Sozialpartnern gleichermaßen anspricht.

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